Die Gesetzliche Krankenversicherung steht vor einem strukturellen Finanzierungsproblem. Seit Jahren wachsen die Ausgaben stärker als die Einnahmen. Dies ist nicht nur auf die demografische Alterung zurückzuführen. In der Krankenhausversorgung wurden in den vergangenen Jahren auch Anreize zu Kostendisziplin und Effizienz gemindert. Um die Entwicklung der Beitragssätze zu dämpfen und eine bedarfsgerechte, qualitativ hochwertige und effiziente Versorgung sicherzustellen, bedarf es einer Krankenhausreform, die die Fallzahlabhängigkeit der Vergütung reduziert, die Vorhaltung bedarfsgerechter Kapazitäten sichert und stärkere Spezialisierung schafft. Darüber hinaus sollten das Pflegebudget zielgenauer begrenzt und die Verantwortung der Länder für Investitionen in Krankenhäuser gestärkt werden.